Internationale Freiwilligendienste für jedes Alter
Internationale Freiwilligendienste werden bislang vor allem für junge Menschen zwischen 18 und 30 Jahren angeboten. Die Liste der Projekte und Entsendeorganisationen ist lang und vielfältig. Für Interessierte über 30 Jahre gibt es dagegen weniger Möglichkeiten, sich im Ausland zu engagieren. Jenseits von Fachkräfteeinsätzen innerhalb der Entwicklungszusammenarbeit bleibt es der mittleren und älteren Generation (aufgrund von Altersbeschränkungen) weitestgehend verwehrt, an internationalen Einsätzen teilzunehmen.
Dabei ist es längst nicht mehr so, dass internationale Freiwilligendienste nur für junge Menschen interessant sind. Angesichts der demographischen Entwicklung und der Lebenserfahrung älterer Menschen ist es wichtig, gerade diese Generation zu erreichen und für freiwilliges Engagement im In- und Ausland zu mobilisieren, um deren Potenziale stärker zu nutzen. Menschen im mittleren und reiferen Lebensalter erhalten durch einen freiwilligen Einsatz im Ausland die Möglichkeit, nach der Erziehung ihrer Kinder oder während bzw. nach Beendigung ihres Arbeitslebens ihre Fähigkeiten einzubringen, ihrem Wunsch nach Neu- oder Umorientierung nachzugehen, eine Auszeit von Familie oder Beruf zu nehmen oder im Ruhestand ihre freie Zeit sinnvoll zu nutzen.
Die zunehmende Nachfrage von Menschen im fortgeschrittenen Alter hat dazu geführt, dass einige Freiwilligendienste ihre Programme ausgeweitet haben. Sie bieten verstärkt Einsatzmöglichkeiten für Teilnehmerinnen und Teilnehmer an, die die Altersgrenze für Jugendfreiwilligendienste überschritten haben. Damit erhalten auch ältere Generationen die Möglichkeit, fremden Sprachen und Kulturen zu begegnen und andere Lebenswelten und Arbeitszusammenhänge kennenzulernen.
Ein Teil der Anbieter knüpft damit an ihre Erfahrungen aus dem zurückliegenden Bundesmodellprojekt "Internationale Freiwilligendienste für unterschiedliche Lebensphasen" (IFL) an.



