Internationale Freiwilligendienste fur unterschiedliche Lebensphasen

IFL

IFL (internationaler Freiwilligendienst): Neue Formen des freiwilligen Engagements für alle Altersgruppen.

Internationale Freiwilligendienste

Ziele des IFL: Gesellschaft Impulse geben, Menschen mobilisieren, Solidarität und Zivilcourage zu einer Selbstverständlichkeit machen.

generationsübergreifend Freiwilligendienst für Ältere / Senioren

generationsübergreifend Ausrichtung: wo in den üblichen Formen der Freiwilligendienst die Altersgruppen für gewöhnlich unter sich bleiben und stets die junge Generation überwiegt, steht dieser Dienst Menschen in unterschiedlichen Lebensphasen offen.

Ausland freiwillig Arbeiten / freiwilliges Engagement

Die Freiwilligen können sich weltweit (derzeit in 28 Ländern) engagieren – ob für Frieden und Menschenrechte, für Gesundheit, Kultur und Bildung, für soziale Gerechtigkeit, Integration oder den Schutz der Natur.

Sabbatjahr, Sabbatical

Wer sich für ein konkretes Projekt interessiert, sollte sich mit den entsendenden Organisationen selbst in Verbindung setzen, ebenso bei Fragen zur Finanzierung, zur Versicherung, zur Vor- und Nachbereitung etc. Bewerbungsunterlagen sollten einige Angaben zur Person (Alter, Ausbildung, Erfahrungen etc.), eine Beschreibung Ihrer Vorstellungen (Dauer des Dienstes, Tätigkeitsfeld, Land etc.) sowie ein kurzes Motivationsschreiben enthalten.

28.01.10 12:53 Alter: 7 Jahr/e

Nepal Wolfram, 60, mit ICJA in Nepal, Arbeit im Waisenhaus

 

Ich war für 2 Monate (Februar und März 2008) in Nepal. Zu Beginn haben alle volunteers in einer zweiwöchigen Einführung bei der Partnerorganisation RCDP in Kathmandu die Sprache und mehr über Land und Leute kennengelernt. Die Einführung war super und beinhaltete zwei mehrtägige Ausflüge zu einem Dorf in der Nähe und zum Chitwan Nationalpark. Neben dem „Lernen“ blieb noch genug Zeit, Kathmandu und die Umgebung allein oder in der Gruppe zu erforschen. Besonders positiv ist, dass du in diesen zwei Wochen die anderen Freiwilligen gut kennenlernst und sich dadurch viele Kontakte z.B. für spätere gemeinsame Aktivitäten ergeben.

Nepal ist ein sehr armes Land mit ausschließlich freundlichen, positiven und hilfsbereiten Menschen. Ich habe mich in der ganzen Zeit in keiner Situation geängstigt oder auch nur unwohl gefühlt, obwohl ich häufig allein zu Fuß und in (oder auf) überfüllten Linienbussen unterwegs war.

Mein Projekt war Meg’s Children Home in Bakul, das liegt in einer ruhigen, ländliche Gegend etwas südlich zwischen Kathmandu und Bhaktapur. Das Waisenhaus beherbergte 24 freundliche, aufgeweckte Kinder zwischen 6 und 16 Jahren. Es wurde vom Leiter Bikash und zwei Nepalesinnen, die überwiegend für die Küche zuständig waren, mit viel Engagement und persönlichem Einsatz geführt. Ich hatte ein Zimmer für mich allein, die Kinder schliefen in Zimmern mit ca. 8 Betten. Während meines Aufenthalts waren 3 junge Finnen da, die das Projekt seit der Gründung vor 4 Jahren persönlich und finanziell begleiten. Das Waisenhaus wird zusätzlich von Australiern und Dänen finanziell unterstützt, leidet so keine Not und ist weit überdurchschnittlich ausgestattet. Ich habe morgens in der Küche geholfen, die Kinder zur Schule begleitet und mit ihnen gespielt. Alle, auch die Kinder sprachen mehr oder weniger gut englisch, so dass es, von der für mich gewöhnungsbedürftigen Aussprache abgesehen, kaum Verständigungsschwierigkeiten gab. Auch intensivere Gespräche waren möglich. Während meines Aufenthalts waren die Kinder von ca. 9 bis 16 Uhr in der Schule, ich hatte also viel Freizeit, die ich jeden zweiten Tag für Ausflüge nutzte. Insgesamt war doch recht wenig zu tun und ich habe erfahren, dass ich (noch) nicht einfach so in der Sonne sitzen und den Tag vorbeiziehen lassen kann.

So war es eine willkommene Abwechslung, 12 Tage gemeinsam mit 4 anderen Freiwilligen, 2 Trägern und einem Führer zum Mt. Everest – Basecamp zu trekken. Obwohl wir alle mehr oder weniger unter der Höhenkrankheit litten, war dieser Trip eine Supererfahrung.

Ich habe wahnsinnig viel erlebt, tolle Leute kennengelernt, 5 kg abgenommen, viel über Nepal, Waisenhäuser, Armut, Lebensfreude und mich erfahren. Ich brauche Veränderung und Aktivität, Stillsitzen und in die Sonne blinzeln ist nicht mein Ding. Ich bin mir sicher, dass ich nach Nepal zurückkommen werde, zum RCDP, zu Meg's und den Kindern. Weiteres in meinem Blog wolfram-innepal.reisebloggo.de, persönlich oder gern per Mail.

PS Wer keinen Reis mag, sollte nicht nach Nepal gehen !